Die Unterhaltung (III)

Begegnung zwischen Sylvie Doizelet, Schriftstellerin und Übersetzerin, und François- Marie Deyrolle, Herausgeber des „atélier contemporain“ (aktuelleWerkstatt), anlässlich der Veröffentlichung in französischer Sprache des Tagebuches von Käthe Kollwitz: „Tagebuch von 1908 – 1943“. Präsentation Sylvie Doizelet, Übersetzung Micheline Doizelet und Sylvie Doizelet)
Veröffentlichung am 9.März 2018

http://www.editionslateliercontemporain.net/collections/ecrits-d-artistes/article/journal-1908-1943
2017 wurde der 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz gefeiert.

In Frankreich, wo Käthe Kollwitz ungerechterweise einem breiten Publikum unbekannt ist, hätten wir beinahe diese Gelegenheit verpasst.
Zum Glück werden ihre Verdienste endlich diesseits des Rheins gewürdigt, dank Ihrer Initiative, François-Marie Deyrolle, das Tagebuch dieser groβen Künstlerin zu veröffentlichen. Ein Tagebuch, von 1908 bis 1943 geschrieben, vor dem extrem tragischen Hintergrund der deutschen und europäischen Geschichte. Es hinterlässt uns ein ergreifendes Zeugnis des Lebens und Werkes von Käthe Kollwitz und des tragischen Schicksals des deutschen Proletariats des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhdt.

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François-Marie Deyrolle (Crédit artiste Ann Loubert, œuvre sur papier – aquarelle et crayon – 2013)

1. François-Marie Deyrolle, können Sie uns Ihren Verlag « L’Atelier Contemporain » vorstellen und uns die Entstehungsgeschichte dieses Veröffentlichungsprojektes desTagebuches von Käthe Kollwitz in französischer Sprache geben ?

Der Name des Verlages ist eine Würdigung des gleichnamigen Buches von Francis Ponge, das alle seine Kunstessais vereinte. Der Verlag steht also unter dem Zeichen von Poesie und Schriftstücken über Kunst. Er geht vom Verhältnis Text-Bild aus und von Fragestellungen zur Aussage der Kunst. Drei Hauptsammlungen gliedern zur Zeit mein Wirkungsfeld auf dem Gebiet der ‘Schönen Künste » :
Eine Sammlung von essais. Denn sie geben mittels Sprachformen eine innewohnende Erfahrung der Werke wieder. Die Schrifsteller – selbst Kunstschaffende – vermögen sich vielleicht am besten zur Kunst zu äussern.
Diese Sammlung, die sich knapp an der akademischen Kritik vorbeibewegt, vereint die Sicht von Autoren, die sich mit anderen Sprachformen eng verbunden fühlen.
Ene Sammlung von Schrifstücken, von Künstlern verfasst.
Nach der ersten Skepsis wird die Diskussion über Kunst den Sprachprofessionnellen überlassen.
Wir vergessen fast, dass die Künstler die ersten sind, die die praktische Umsetzung ihrer Kunst ‘denken’, dass Malerei und Skulptur ‘denken’.
Betrachtungen, Äusserungen, Anmerkungen, Tagebücher, Briefwechsel oder Gespräche : « écrits d’artistes » beabsichtigt diesen reichen Bestand, der oft ignoriert wird, zu erneuern, um der Stimme der Kunstschaffenden Gehör zu verschaffen.
Und auch eine Sammlung, die vom Et-Zeichen « & » symbolisiert wird – Kameradschaft, Dialog, gegenseitige Beeinflussung, Gemeinsamkeit oder Sympathie : nicht selten gehen ein Schrifsteller und ein Künstler gemeinsame Wege, die sich kreuzen um besser weiterführen zu können.
Durch das Zusammenführen zweier Werke und zweier Individuen in Form von Gesprächen, Essais oder Briefwechsel, lässt jeder Titel der Sammlung « & » fruchtbare Bande zu Tage kommen, die bald verwandte, bald unähnliche künstlerische Ausdrucksweisen erzeugen.
Sylvie Doizelet war es, die mir diese Übersetzung vorschlug, die sofort akzeptiert wurde. Ihr Werk lernte ich kennen, als ich in Strasbourg lebte (mehr darüber später).
Es ist so faszinierend und fesselnd aufgrund des Panoramas der sozialen und politischen Geschichte Deutschlands zwischen den zwei Weltkriegen, und auch ein so ergreifendes Zeugnis dieser Zeit. Diese Käthe Kollwitz war ein schöner Mensch. Grosszügig, bescheiden, treu ergeben, leidenschaftlich.

2. F-M.D., Können Sie uns einige Worte über die Käthe Kollwitz-Sammlung des Museums modener und zeitgenössischer Kunst in Strasbourg sagen, dem einzigen öffentlichen Museums Frankreichs, das Werke dieser Künstlerin besitzt ?

Strasbourg und das Elsass, waren, wie man weiss, Deutsch von 1870 bis 1918 (und dann von 1940 bis 1945). Annektiertes Gebiet : diese Zeitspanne der Geschichte war tragisch, aber auch sehr bereichernd : Wilhelm II wollte in der Tat aus Strasbourg eine beispielhafte Stadt machen, ein Beispiel seines Imperiums – kolossale finanzielle Mittel wurden zur Erschliessung verschiedener Stadtviertel zur Verfügung gestellt, wie die Neustadt, eine Universität ins Leben gerufen, eine Kunstschule, ein Museum, usw. Wilhelm Bode, Genraldirektor der staatlichen Kunstsammlungen, der einige Museen in Berlin gegründet hat, wird nach Strasbourg berufen und vergrössert die Sammlungen beträchtlich, seien es die alter oder die zeitgenössischer Kunst : zu seinen Lebzeiten wurden Zeichnungen und Stiche von Künstlern wie Max Klinger, Max Beckmann oder Käthe Kollwitz erworben. Heute werden etwa 30 Werke dort aufbewahrt, von welchen ein großer Anteil 1907 aber auch vor kurzem gekauft wurde, dies dank der Großzügigkeit eines hiesigen Sammlers, Jean Louis Mandel.

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Sylvie Doizelet (c C. Hélie – Editions Gallimard).

3. Sylvie Doizelet, Sie sind Schriftstellerin und Übersetzerin, Autorin mehrerer Romane.

Ich habe meinen ersten Roman („Chercher sa demeure“) 1992 veröffentlicht und fand dann sehr schnell Gefallen an Portraits, über die Sammlung ‘L’un et l’autre’ (Gallimard). Ich habe mit Sylvia Plath angefangen („la terre des morts est lointaine“, 1996). Ich wechsle gerne ab : ein Roman, ein Portrait, ein Roman, und ich habe entdeckt, dass ich am liebsten Künstlerportraits schreibe, wie ich es von Alfred Kubin, Henry Moore („le voyageur attardé“) und Ernst Barlach („le temps qu’il fait“) gemacht habe.

4. Wie sind Sie Käthe Kollwitz begegnet?

Ich arbeitete an dem deutschen Künstler Ernst Barlach – den ich beim Schreiben über Henry Moore kennenlernte – und habe daher das Geburtshaus Barlachs in Wedel bei Hamburg besichtigt, das ein Museum geworden ist. In diesem stiess ich auf die Ausstellung : « Barlach und Kollwitz ». Das war eine Offenbarung. Sofort wollte ich ihr ein Buch widmen. Ich erfuhr, dass sie ein langes Tagebuch geschrieben hatte. Ich fand es erschütternd und faszinierend, und mir schien es notwendig, es einem breiten Publikum nahezubringen.
Ich lebte in Flandern, nicht weit von Diksmuide und von Vladslo – dem deutschen Friedhof, auf dem sich ihr symbolträchtigstes Werk befindet : die doppelte Statue des « trauernden Elternpaares ». An diesem Ort zu wohnen, der für sie so sehr von Bedeutung war, dem Ort, an dem ihr Sohn – und so viele andere – sein Leben verlor und begraben wurde, hat mir sehr bei meiner Arbeit geholfen.

5. Sie haben nicht das ganze Tagebuch von etwa 1000 Seiten übersetzt. Wie haben Sie die Auszüge ausgewählt, die Sie für diese französische Ausgabe übersetzt haben ?

Tausend kleingedruckte Seiten ! Viel mehr als tausend, im Grunde genommen !
Da Käthe Kollwitz bis zu diesem Tage in Frankreich unbekannt war (oder fast), wäre die Gesamtfassung zu komplex gewesen, denke ich. Wichtig erschien es mir, mich auf drei Achsen zu konzentrieren : das Werk/die Trauer/das militante Leben, alle drei untrennbar verbunden.Ich habe (wir haben) die Einträge gestrichen, die die Nachbarschaft Käthe Kollwitzes betrafen (Käthe Kollwitz achtete sehr auf ihren Freundes-und Bekanntenkreis) die Familie (außer der Mitglieder, die zu Hause lebten), zahlreiche Anspielungen auf Werke (musikalische, literarische, bildhafte), die in Frankreich wenig bekannt, ja nicht einmal übersetzt sind.Ihr Leben als Künstlerin, als Frau und ‘Militante’, (auch, wenn sie es immer abstritt, eine zu sein) ist so reichhaltig, dass es unmöglich ist, keine Auswahl zu treffen, wenn man von ihr sprechen will.

6. François-Marie Deyrolle, haben Sie vor, andere Werke über Käthe Kollwitz zu übersetzen und zu veröffentlichen ?

A priori, nein. Aber ich werde das Leben der Künstler jenseits des Rheins erforschen : zahlreiche Texte von George Grosz, Ludwig Meidner, Oskar Kokoschka, Emil Nolde usw. sind dem französischen Publikum noch immer unbekannt..

7. F-M Deyrolle, wie erklären Sie es, dass eine so bedeutende, deutsche Künstlerin des XX. Jhdts in Frankreich so wenig bekannt ist, um nicht zu sagen, unbekannt ?

Die deutsch-französischen Beziehungen waren bis vor nicht allzulanger Zeit angespannt : der Krieg von 1870, von 1914-18, dann der von 1939-45 – das ist viel in einer kurzen Zeitspanne…….Ein dummes Gefühl « anti-boches » bewirkte, dass französische Museen deutsche Kunst lange Zeit verschmähten. Unsere Sammlungen sind in der Tat sehr spärlich bestückt. Diesseits des Rheins kennt man nur einige Figuren. Daher bleiben sehr grosse Künstler verkannt : Nagel, Radziwill, Barlach, Meidner, Schlichter, usw. um nur diese Name zu zitieren. Von Félix Nussbaum spricht man erst seit der Ausstellung des « musée d’art et d’histoire juif » von Paris vor 4-5 Jahren, oder auch von Paula Moderssohn Becker, erst seit zwei Jahren, dank der Ausstellung im MAMVP. Hoffen wir, dass es bald Käthe Kollwitz ist, von der gesprochen wird ! 

8. F-M Deyrolle, für wann eine grosse Käthe-Kollwitz Ausstellung in Frankreich ? Wie kann man das erreichen ?

Die Anerkennung des Werkes von Käthe Kollwitz wird kommen – ihr Werk ist von solchem .Rang, dass es nicht anders sein kann. – es würde genügen, wenn sich ein schlauer Museumskustode das Projekt aneignet : der Erfolg wäre gesichert, das Werk kann einfach angegangen und von einem grossen Publikum geschätzt werden. Die Durchführung ist leicht : das Käthe Kollwitz Museum in Köln besitzt bedeutende Sammlungen und die Kustoden, die sie verwalten, würden nur zu gerne durch Leihgaben an solch einem Projekt teilnehmen.

9. F-MD. Welchen zeitgenössischen Künstlern würden Sie gerne die Werke von Käthe Kollwitz gegenüberstellen ?

Es fällt mir schwer, Ihnen zu antworten ! Auf dem Gebiet der Grafik gibt es wenige Künstler, die sich so sehr einer « sozialen », « engagierten » Kunst verpflichten.
Ich ziehe es vor, Künstlerinnen zu erwähnen, die ein « verlgeichbares » Werk entwickelt haben, in Bezug auf die « Energie » :
Frédérique Loutz (http://galeriepapillonparis.com/?oeuvre/Fineisen), Maike Freess (http://www.maikefreess.com/), Aurélie de Heinzelin (http://aureliedeheinzelin.ultra- book.com/).
Formal ist Ihr Werk weit entfernt, aber es würde mich nicht wundern, wenn die Arbeit von Käthe Kollwitz in Ihnen Resonanz findet.

Traduit du français par Sabine LEUPOLD

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L’ENTRETIEN III

Rencontre avec Sylvie Doizelet, écrivain et traductrice, et François-Marie Deyrolle, éditeur de L’Atelier Contemporain, à l’occasion de la publication du Journal de Käthe Kollwitz en français,  « Journal, 1908-1943 ». (Présentation Sylvie Doizelet, Traduction Micheline Doizelet et Sylvie Doizelet).
Sortie le 9 mars 2018.

http://www.editionslateliercontemporain.net/collections/ecrits-d-artistes/article/journal-1908-1943

En 2017, on a célébré le 150e anniversaire de la naissance de Käthe Kollwitz.

En France, où Käthe Kollwitz est, injustement, quasi inconnue du grand public, on a failli rater le coche.
Heureusement, on lui rend enfin hommage de ce côté du Rhin, grâce à votre initiative François-Marie Deyrolle, de publier en français le  journal intime de cette grande artiste. Un journal écrit  de 1908 à 1943 sur fond d’une histoire allemande et européenne extrêmement tragique qui nous laisse un témoignage poignant sur la vie et l’œuvre de Käthe Kollwitz et au-delà sur le destin tragique du prolétariat allemand de la fin du XIXe siècle et du début du XXe.

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François-Marie Deyrolle (Crédit artiste Ann Loubert, œuvre sur papier – aquarelle et crayon – 2013)

1. François-Marie Deyrolle, pouvez-vous nous présenter votre maison d’édition, « L’Atelier Contemporain » et nous donner la genèse de ce projet de publication du journal de Käthe Kollwitz en français ?

Le nom de la maison d’édition est en hommage au livre de Francis Ponge, au titre éponyme, qui recueillait l’ensemble de ses essais sur l’art. La maison est donc placée sous le signe de la poésie et de l’écrit sur l’art ; partant, des rapports texte-image, et des interrogations sur le discours sur l’art. Trois collections principales structurent, pour le moment, mon champ d’intervention dans le domaine des « Beaux-arts » : une collection d’essais : parce qu’ils s’entendent à restituer dans le corps de la langue une expérience intime des œuvres, les écrivains, eux-mêmes créateurs, sont peut-être les plus à même de tenir un propos sur l’art. Suivant cette voie tangente à la critique académique, cette collection recueille le point de vue d’auteurs qui se sentent partie liée à d’autres formes de langage. Une collection d’écrits d’artistes : passé le moment des avant-gardes, la discussion sur l’art est abandonnée aux professionnels du discours, et l’on oublierait presque que les artistes sont les premiers à penser leur pratique, que la peinture et la sculpture pensent. Réflexions, propos, notes, journaux, correspondances ou entretiens : la collection « Écrits d’artistes » entend actualiser ce fonds d’une grande richesse, bien souvent ignoré, pour donner à entendre la voix des praticiens de l’art. Enfin une collection symbolisée par l’esperluette : « & » — compagnonnage, dialogue, influence réciproque, affinité ou sympathie : il n’est pas rare qu’un écrivain et un artiste empruntent des voies convergentes, qui s’interceptent pour mieux se poursuivre. En rapprochant deux œuvres et deux individus au travers d’entretiens, d’essais ou de correspondances, chaque titre de la collection « & » révèle les liens féconds qui attachent des modes d’expression artistique tantôt parents et tantôt dissemblables.
C’est Sylvie Doizelet qui m’a proposé cette traduction – immédiatement acceptée tant l’œuvre de cette artiste (que j’ai pu découvrir car étant strasbourgeois – on y reviendra) est fascinante, et tant ce Journal est intrinsèquement passionnant par le panorama de l’histoire sociale et politique de l’Allemagne entre les deux guerres qu’il véhicule, et tant ce témoignage est émouvant — c’était une belle personne que cette Käthe Kollwitz ! Généreuse, humble, dévouée, passionnée.

2. F-M D, Pouvez-vous nous dire quelques mots sur la collection Käthe Kollwitz du Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg, seul musée français public à posséder des œuvres de cette artiste ?

Strasbourg et l’Alsace, on le sait, ont été allemandes de 1870 à 1918 (puis de 1940 à 1945). Territoire annexé, ce temps de l’Histoire fut tragique, mais aussi très enrichissant : Guillaume II a en effet voulu faire de Strasbourg une ville modèle, exemplaire de la grandeur de son Empire – des moyens énormes furent alors donnés pour développer des quartiers (la neustadt), créer l’Université, une école d’art, un musée, etc. Wilhelm von Bode, directeur général des collections d’art de l’État et créateur de musées à Berlin, est nommé à Strasbourg et développe considérablement les collections non seulement d’art ancien, mais aussi d’art contemporain : c’est ainsi que du vivant même des artistes sont achetés des dessins et des estampes à des artistes comme Max Klinger, Max Beckmann ou Käthe Kollwitz. À l’heure actuelle sont conservées une trentaine d’œuvres achetées pour nombre d’entre elles en 1907, puis plus récemment grâce à la générosité d’un collectionneur d’ici, Jean-Louis Mandel.

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Sylvie Doizelet (c C. Hélie – Editions Gallimard).

3. Sylvie Doizelet, vous êtes écrivain et traductrice, auteur de plusieurs romans

J’ai publié mon premier roman (Chercher sa demeure) en 1992 et très vite, par le biais de la collection L’un et l’autre (Gallimard), j’ai pris le goût d’écrire des portraits, en commençant par celui de Sylvia Plath (La terre des morts est lointaine, 1996). J’aime alterner, roman / portrait / roman, et j’ai découvert que j’aime avant tout écrire des portraits d’artistes, comme je l’ai fait pour Alfred Kubin, Henry Moore et Ernst Barlach (Le voyageur attardé, Le temps qu’il fait, 2012).

4. Comment avez-vous rencontré Käthe Kollwitz ?

Je travaillais sur l’artiste allemand Ernst Barlach – que j’avais découvert, lui, en écrivant sur Henry Moore… J’ai visité la maison natale de Barlach – devenue musée – à Wedel, près de Hambourg, et j’ai été accueillie par l’exposition temporaire : Barlach et Kollwitz. Ça a été une révélation. J’ai tout de suite eu envie de lui consacrer un livre. J’ai appris qu’elle avait écrit un long journal, je l’ai trouvé bouleversant et fascinant, et il m’a semblé nécessaire de le faire découvrir.
Je vivais en Flandres, non loin de Diksmuide et de Vladslo, – le cimetière allemand où se trouve son œuvre la plus emblématique, la double statue des Parents en deuil.  Vivre dans ce lieu qui a tant compté pour elle – celui où son fils – et tant d’autres – a perdu la vie et où il a été enseveli, m’a beaucoup aidée dans ce travail.

5. Vous n’avez pas traduit l’intégralité de ce journal d’environ 1000 pages. Comment avez-vous sélectionné les extraits que vous avez traduits pour cette édition française ?

Mille pages imprimées en tout petit ! Bien plus de mille en fait !
Käthe Kollwitz étant à ce jour inconnue en France (ou presque), la version intégrale aurait été je crois trop dense. Il me semblait important de me concentrer sur les trois axes : l’œuvre / le deuil / la  vie militante, très liés et même indissociables. J’ai supprimé (nous avons -) les entrées qui concernaient le voisinage (Käthe Kollwitz était très attentive à tout son entourage), la famille (en dehors des personnes vivant dans son foyer), de nombreuses allusions à des œuvres (musicales, littéraires, picturales) peu connues en France, voire non traduites. Sa vie d’artiste, de femme et de « militante » (même si elle se défendait toujours d’en être une) est d’une telle richesse qu’il est impossible de ne pas faire des choix lorsqu’on veut parler d’elle.

6. François-Marie Deyrolle, envisagez-vous de traduire et de publier d’autres ouvrages consacrés à Käthe Kollwitz ?

A priori, non. Mais je vais explorer le domaine artistique d’outre-Rhin : de nombreux textes de George Grosz, Ludwig Meidner, Oskar Kokoschka, Emil Nolde, etc., sont toujours inconnus du public francophone.

7. F-M D, comment expliquez-vous qu’une artiste allemande majeure du XXe siècle soit si peu connue, voire inconnue du grand public en France ?

Les rapports franco-allemands, jusqu’à une période récente, ont été tendus : guerres de 1870, de 1914-1918, puis de 1939-1945 – cela fait beaucoup en peu de temps… Un sentiment bêtement « anti-boches » a fait que les musées français ont dédaigné l’art allemand jusqu’il y a peu : nos collections sont de fait très pauvres. On ne connaît de ce côté-ci du Rhin que quelques figures. Il y a donc de très grands artistes qui restent méconnus – Nagel, Radziwill, Barlach, Meidner, Schlichter, etc, pour ne citer qu’eux par exemple. On ne parle de Félix Nussbaum en France que depuis l’exposition réalisée au musée d’art et d’histoire juif de Paris il y a 4-5 ans, ou de Paula Modersohn Becker que depuis l’exposition au MAMVP il y a deux ans – espérons que ce soit bientôt au tour de Kollwitz !

8. F-M D, à quand une grande exposition Käthe Kollwitz en France ? Que faudrait-il pour cela ?

La reconnaissance de l’œuvre de K. Kollwitz viendra – son œuvre est d’une qualité telle qu’il ne peut en être autrement – il suffit juste qu’un conservateur de musée un peu malin s’en empare : ce serait un succès garanti, l’œuvre est d’une approche simple et peut être apprécié d’un « grand public » ; et la mise en œuvre est facile : le musée Kollwitz de Cologne a des collections importantes et les conservateurs qui les gèrent collaboreraient, par des prêts, avec enthousiasme.

9. F-M D, à quel(s) (s) artiste(s) contemporain(s) aimeriez-vous confronter l’œuvre de Käthe Kollwitz ?

J’ai bien du mal à vous répondre – dans le domaine des arts graphiques, il y a peu d’artistes qui s’investissent autant dans un art « social », « engagé ». J’ai plutôt envie de signaler des artistes femmes qui développent une œuvre « comparable » en terme « d’énergie » : Frédérique Loutz (http://galeriepapillonparis.com/?oeuvre/Fineisen), Maike Freess (http://www.maikefreess.com/), Aurélie de Heinzelin (http://aureliedeheinzelin.ultra-book.com/). Formellement leur œuvre est éloignée, mais je ne serais pas étonné de savoir que le travail de Kollwitz résonne en elles.

ÉVÉNEMENT

En librairie le 9 mars 2018 

Journal, 1908-1943*

Käthe Kollwitz

Présentation Sylvie Doizelet, traduction Micheline Doizelet et Sylvie Doizelet

« L’Atelier Contemporain », François-Marie Deyrolle, Éditeur

 

 

Magnifique travail d’édition qui offre au public français le témoignage essentiel d’une artiste hors du commun.

Enfin, publié en français, dans un format attrayant (16x20cm), facile à consulter, un livre qu’on ne « lâche » pas, presque un livre de chevet, de larges extraits du journal intime de Käthe Kollwitz, tenu de 1908 à 1943, accompagnés de reproductions d’une grande qualité des œuvres de l’artiste et d’une présentation très pertinente de l’écrivain Sylvie Doizelet, traductrice de l’ouvrage.

Un journal écrit sur fond d’une histoire allemande et européenne chaque jour plus sombre où la femme et l’artiste n’ont jamais renoncé à penser, à réfléchir, à aller vers cette démarche de l’esprit qui fait notre humanité.

Comme nous le disait Madame Hannelore Fischer (directrice du Käthe Kollwitz Museum de Cologne) dans l’Entretien II qu’elle nous avait accordé :

« Comme peu ont su le faire, Käthe Kollwitz a réfléchi toute sa vie – intellectuellement dans son journal intime et artistiquement dans ses autoportraits – dans plus de 100 œuvres ».

https://kaethekollwitz.org/2017/06/15/lentretien-ii/ 

Käthe Kollwitz était au cœur de la dure réalité de la société allemande de son temps. Elle a choisi de témoigner, d’agir « en ces temps où les gens sont si désemparés et ont tant besoin d’aide ». (Journal, 4 décembre 1922).

Nous avons choisi de reproduire ici le texte de l’éditeur de la quatrième de couverture de l’ouvrage. Ce texte concis est cependant très riche d’informations essentielles pour donner envie de lire l’ouvrage et d’approfondir ensuite par d’autres lectures sur la vie et l’œuvre de Käthe Kollwitz.

« De 1908 à 1943, Käthe Kollwitz commente dans son Journal la vie de son entourage, le progrès de ses travaux et les vicissitudes, lointaines ou infiniment proches, d’une Europe qui s’enfonce rapidement dans le cataclysme. Autant de lignes croisées, chez cette artiste à qui la guerre enleva un fils et qui ne cessa jamais de croire aux vertus politiques de l’art.

Ce Journal est non seulement le portrait d’une artiste, un recueil de réflexions sur sa création, un témoignage formidable de ce que peut être en art l’engagement, mais aussi un tableau terrible et dramatique de l’histoire de l’Allemagne du début de la première à la fin de la seconde guerre mondiale.  

Käthe Kollwitz est née en 1867 à Königsberg (qui sera rebaptisée Kaliningrad en 1946).
Elle a 16 ans lorsqu’elle dessine pour la première fois des ouvriers – dessins inspirés tant par les poèmes entendus que par ses incursions dans les quartiers pauvres de Königsberg. Ses parents lui demandent pourquoi elle ne choisit pas de « beaux sujets » de dessin. « Mais ils sont beaux », répond-elle. Pour elle, les arts graphiques conviennent mieux que la peinture à l’expression des aspects les plus sombres de l’existence. Jusqu’à la fin de sa vie, elle renoncera à la peinture et à la couleur. »
 

* En librairie le 9 mars 2018 ou en commande chez l’éditeur dès à présent (L’Atelier Contemporain, 4, boulevard de Nancy, F-67000 Strasbourg

À suivre, un entretien avec l’éditeur François-Marie Deyrolle et l’écrivaine Sylvie Doizelet

Im Dialog mit Käthe Kollwitz

Der Bildhauer Wieland Förster
Sonderausstellung
vom 12. November 2017 bis 18. Februar 2018

Der Dresdner Wieland Förster, geboren 1930, gehört zu den wichtigsten deutschen Bildhauern der Nachkriegszeit. Seine Plastiken spiegeln seine Biografie wider und sind oft Zeichen des Leidens und des Sterbens. Vor der körperlichen wie seelischen Bedrohung stellt er seine gesichtslosen, symbolhaften Schicksalsfiguren allerdings nicht gebrochen dar.
Im Dialog mit Käthe Kollwitz bildet Wieland Försters Formsprache auf den ersten Blick einen starken Kontrast zu den Arbeiten der Kollwitz. Doch die expressive Kraft in den Werken beider Künstler verbindet sie ebenso wie die thematischen Motive des Leidens und des Schmerzes: eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Sterben, dem Tod und nicht zuletzt dem Leben.
In Kooperation mit der Wieland-Förster-Stiftung bei den Staatlichen Museen Dresden sowie dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder).
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Dialogue avec Käthe Kollwitz

Wieland Förster, Sculpteur
Exposition temporaire
Du 12 Novembre 2017 au 18 février 2018

Le sculpteur Wieland  Förster, né à Dresde (Saxe) en 1930, est l’un des plus importants sculpteurs allemands de l’après-guerre.
Ses sculptures sont le reflet de sa vie, et le plus souvent le reflet de l’expérience de la souffrance et de la mort.
Face aux menaces psychologiques et physiques, ses personnages sans visage, figures symboliques du destin, refusent pourtant d’être brisés.
Confronté à Käthe Kollwitz, le langage formel propre à Wieland Förster semble, tout d’abord, en contraste avec l’œuvre de l’artiste berlinoise.
Cependant, les œuvres de ces deux artistes ont la même force expressive dans l’exploration du thème de la souffrance et la même approche esthétique dans la représentation de la vie et de la mort.
En partenariat avec les musées nationaux de Dresde (Wieland-Förster-Stiftung) et le Kleist-Museum, Frankfurt (Oder).

MM.

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KOLLWITZ 2017 — 150e ANNIVERSAIRE 

29 septembre – 10 décembre 2017

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Katharina Sieverding, Maton Solarisation XI/XII, 1969, C-Print, Acrylic, Steel
© Katharina Sieverding / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Foto: © Klaus Mettig / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

REPENSER KOLLWITZ 

Prix Käthe Kollwitz de Akademie der Künste, Berlin  

Une exposition en l’honneur des 25 ans de la collaboration pour la promotion du prix Käthe-Kollwitz entre l’Académie des Arts de Berlin et la Kreissparkasse Köln en tant que sponsor du musée Käthe Kollwitz de Cologne.

L’exposition finale du 150e anniversaire de Käthe Kollwitz pose la question de son influence sur l’art contemporain. Sous le titre REPENSER KOLLWITZ, le musée Käthe Kollwitz de Cologne présente, en collaboration avec l’Académie des Arts de Berlin, 21 positions très diverses d’artistes ayant obtenu le prix Käthe Kollwitz.

Le prix Käthe Kollwitz est attribué depuis 1960 et représente une des plus anciennes récompenses décernées par l’Académie des Arts de Berlin. Il commémore l’appartenance et l’activité de celle qui lui donne son nom au sein d’une institution berlinoise riche en traditions. Le prix est attribué chaque année à des artistes dont le travail ouvre de manière créative sur de nouveaux territoires.

« Je veux agir en ces temps où les hommes sont si désemparés …. »
Käthe Kollwitz, Journal, 1922

L’exposition REPENSER KOLLWITZ, en présentant plus de 70 pièces, montre comment cette citation de Kollwitz peut aussi motiver la création artistique au XXIe siècle à rassembler dans un même discours des contributions discursives, formellement esthétiques et narratives. Une sélection de lauréats renommés, y compris les participants à la Documenta de cette année Miriam Cahn, Douglas Gordon et Mona Hatoum ou encore les artistes de Cologne Martin Kippenberger, Astrid Klein et Horst Münch se sont appropriés des éléments de l’œuvre de Kollwitz par la peinture, la sculpture, le dessin, l’installation, la photographie, le film et la vidéo.

Ainsi, Katharina Sieverding, lauréate du prix en 2017, aborde la question fondamentale des conditions artistiques et sociales : son approche créative de la politique – ne pas citer ni utiliser, mais plutôt « créer politiquement » – dessine clairement les contours du travail de l’artiste multimédia.

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Eran Schaerf, Letters From the Editor #18 (Facebook zensiert das Foto des Napalm-Angriffs auf Trang Bang, 13. September 2016), 2017, Digitale Fotocollage
© Eran Schaerf / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Käthe Kollwitz et l’Académie des Beaux-Arts

Käthe Kollwitz fut membre de l’Académie prussienne des Arts de 1919 jusqu’à sa démission forcée par les Nazis en 1933. Elle reçut, en même temps que sa nomination, le titre de professeur. À partir de 1928, elle dirigea une classe de gravure et rejoignit le conseil d’administration de l’Académie en tant que chef de l’atelier principal.

En outre, Kollwitz était depuis longtemps membre de la commission chargée d’établir le programme et de désigner l’artiste présenté dans l’exposition semestrielle de l’Académie ou elle montra elle-même de nombreuses œuvres. Une présentation au sein de la collection Kollwitz à Cologne retrace ses participations à ces expositions.

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Käthe Kollwitz 1927, Jury session, Preußische Akademie der Künste
Nachlass Kollwitz © Käthe Kollwitz Museum Köln Entrer une légende

Les lauréats exposés
1967 – Otto Nagel // 1968 – Willi Sitte // 1971 – Curt Querner  // 1974 – Wieland Förster // 1976 – Harald Metzkes // 1980 – Werner Tübke // 1992 – Lothar Böhme // 1993 – Martin Assig // 1996 – Martin Kippenberger // 1997 – Astrid Klein // 1998 – Miriam Cahn // 2000 – Svetlana Kopystiansky // 2003 – Horst Münch // 2005 – Lutz Dammbeck // 2006 – Thomas Eller // 2008 – Gustav Kluge // 2009 – Ulrike Grossarth // 2010 – Mona Hatoum // 2012 – Douglas Gordon // 2013 – Eran Schaerf // 2017 –Katharina Sieverding

KOLLWITZ 2017 – 150. GEBURTSTAG

29. September – 10. Dezember 2017

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Katharina Sieverding, Maton Solarisation XI/XII, 1969, C-Print, Acrylic, Steel
© Katharina Sieverding / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Foto: © Klaus Mettig / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

KOLLWITZ NEU DENKEN 

Käthe-Kollwitz-Preisträger 
der Akademie der Künste, Berlin

Die finale Ausstellung im Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz fragt nach ihrem Einfluss auf die Kunst der Gegenwart:

Unter dem Titel KOLLWITZ NEU DENKEN präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin, facettenreiche Positionen von 21 Künstlerinnen und Künstlern, die mit dem Käthe-Kollwitz-Preis ausgezeichnet wurden.

Die Ausstellung macht anhand von mehr als 70 Exponaten sichtbar, wie das Bekenntnis der Kollwitz »Ich will wirken in dieser Zeit« noch heute ein Impuls ist – auch für das Kunstschaffen im 21. Jahrhundert, in diskursiven, formalästhetischen und narrativen Beiträgen.

Eine Auswahl namhafter Preisträger, darunter die diesjährigen documenta-Teilnehmer Miriam Cahn, Douglas Gordon und Mona Hatoum oder die Kölner Künstler Martin Kippenberger, Astrid Klein und Horst Münch, rezipiert Aussagen des Kollwitz-Œuvres in den Medien Malerei, Skulptur, Zeichnung, Installation, Fotografie, Film und Video.

So stellt etwa die Preisträgerin 2017, Katharina Sieverding, in ihrem Œuvre grundsätzliche Fragen zu künstlerischen und gesellschaftlichen Bedingungen: Ihr kreativer Umgang mit dem Politischen – nicht zitieren, nicht benutzen, sondern »politisch schaffen« – zeichnet das Werk der Medienkünstlerin besonders aus.


Ausgestellte Käthe-Kollwitz-Preisträger: 

1967 – Otto Nagel // 1968 – Willi Sitte // 1971 – Curt Querner  // 1974 – Wieland Förster // 1976 – Harald Metzkes // 1980 – Werner Tübke // 1992 – Lothar Böhme // 1993 – Martin Assig // 1996 – Martin Kippenberger // 1997 – Astrid Klein // 1998 – Miriam Cahn // 2000 – Svetlana Kopystiansky // 2003 – Horst Münch // 2005 – Lutz Dammbeck // 2006 – Thomas Eller // 2008 – Gustav Kluge // 2009 – Ulrike Grossarth // 2010 – Mona Hatoum // 2012 – Douglas Gordon // 2013 – Eran Schaerf // 2017 – Katharina Sieverding


Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 vergeben und ist eine der ältesten Auszeichnungen der Akademie der Künste, Berlin. Geehrt werden jährlich bildende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk in kreativer Weise Neuland erschließt.

Von der Akademie der Künste (Ost) initiiert, gehört er zu den Preisen, die nach der Wiedervereinigung von der 1993 zusammengeführten Akademie übernommen wurden. Er erinnert an Mitgliedschaft und Wirken seiner Namensgeberin in der traditionsreichen Berliner Institution.

Käthe Kollwitz und die Akademie 

Käthe Kollwitz war von 1919 bis zu ihrem von den Nationalsozialisten erzwungenen Austritt 1933 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Mit ihrer Berufung wurde ihr der Professorentitel verliehen. Ab 1928 übernahm sie die Leitung einer Graphikklasse und gehörte als Vorsteherin eines Meisterateliers auch dem Senat der Akademie an.

Zusätzlich war Kollwitz langjähriges Mitglied der Kommission, die Programm und Künstler der halbjährlich stattfindenden Akademieausstellungen festlegte. Auch sie selbst war hier mit zahlreichen Werken vertreten. Eine Präsentation innerhalb der Kölner Kollwitz Sammlung zeigt ihre Ausstellungsbeteiligungen.

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Käthe Kollwitz, Jury-Sitzung in der Preußischen Akademie der Künste 1927,
Nachlass Kollwitz © Käthe Kollwitz Museum Köln

 

Käthe Kollwitz et ses amis

KOLLWITZ 2017 –  150e ANNIVERSAIREEinladung-KK-und-Freunde-300x300

C’est au travers de ses amitiés que nous est révélée la véritable Käthe Kollwitz.

Notre image d’elle et de son art s’affine lorsque nous interrogeons ses relations d’amitié avec ses collègues artistes, ses amis et ses connaissances.

Quelle était la force de son amitié avec son amie étudiante munichoise Marianne Fiedler ? Quelle proximité avait-elle avec le président de l’Académie des Beaux-Arts, Max Liebermann ou avec le Prince des Poètes, Gerhard Hauptmann ?

Qu’est-ce qui reliait les amis Otto Nagel, Heinrich Zille et Käthe Kollwitz ?

Que confia-t-elle au critique d’Art Julius Elias ? Comment rencontra-t-elle le célèbre Albert Einstein ? Que représentait pour elle le jeune peintre Reinhard Schmidhagen ?

Qu’est-ce qui l’intéressait dans la réforme pédagogique de Fritz Klatt ?

Quelles œuvres de Käthe Kollwitz Julius Freund possédait-il ?

En 1938, qu’essaya-t-elle de faire pour aider Hermann F. Reemtsma ?

Cette exposition exceptionnelle présente des œuvres d’Art, des lettres, des documents et des photographies prêtés par plus de 30 sources différentes en Allemagne, en Suisse et au Canada.

Chaque 3e mardi du mois à 17 h, le Käthe Kollwitz Museum de Berlin propose une visite guidée par le commissaire de l’exposition.

Des visites guidées thématiques seront organisées dont le calendrier sera publié séparément.

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Käthe Kollwitz und ihre Freunde

Einladung-KK-und-Freunde-300x300Sonderausstellung aus Anlass des 150. Geburtstages der Künstlerin

Vom 26. Juni bis 15. Oktober 2017

Durch ihre Freundschaften offenbart sich das Wesen der Künstlerin Käthe Kollwitz. Unser Bild von ihr und ihrer Kunst wird präzisiert, wenn wir ihren Umgang mit Kollegen, Freunden und Bekannten befragen. Wie intensiv war die Freundschaft zur Münchener Studienfreundin Marianne Fiedler? Wieviel Nähe suchte sie zum Akademiepräsidenten Max Liebermann, zum Dichterfürsten Gerhart Hauptmann? Was beschäftigte die Freunde Otto Nagel, Heinrich Zille und Käthe Kollwitz? Was vertraute sie dem Kunstkritiker Julius Elias an? Wie begegnete sie dem berühmten Albert Einstein? Was bedeutete sie dem jungen Maler Reinhard Schmidhagen? Was fesselte sie an der Reformpädagogik von Fritz Klatt? Welche ihrer Werke besaß Julius Freund? Wie versuchte ihr Hermann F. Reemtsma nach 1938 zu helfen?

Mit Kunstwerken, Briefen, Dokumenten und Fotografien von über 30 Leihgebern aus Deutschland, der Schweiz und Kanada sowie mit einer Medienstation.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Kuratorenführung – Jeden dritten Donnerstag im Monat, 17 Uhr

Themenführungen zu Albert Einstein, Fritz Klatt, Heinrich Zille, Max Liebermann u.a. – Termine werden gesondert veröffentlicht

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KOLLWITZ 2017 | 150e Anniversaire

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13 JUIN – 17 SEPTEMBRE 2017

GUSTAV SEITZ : UN MONUMENT À KÄTHE KOLLWITZ

Pour le 150e anniversaire de Käthe Kollwitz, le musée Käthe Kollwitz de Cologne veut attirer l’attention sur le monument le plus significatif dédié à cette artiste : le mémorial de Kollwitz, érigée par Gustav Seitz en 1961 sur la Kollwitz-Platz dans le quartier Prenzlauer Berg à Berlin. Accompagné de portraits et d’autoportraits de l’artiste allemande la plus importante du 20e siècle, le musée propose de suivre le captivant processus de création du monument à travers des dessins, des maquettes et des photographies de l’atelier.

Le monument plus grand que nature montre Kollwitz comme une femme âgée, méditative, assise, un carton à dessins à son côté et un fusain dans sa main posée sur ses genoux. Seitz a travaillé sur cette sculpture de 1956 à 1960 d’après le dernier autoportrait lithographique de Käthe Kollwitz réalisé en 1938. Le sculpteur y cite l’artiste, il porte le style développé par elle vers une forme unique et nouvelle. Seitz a créé une effigie fidèle à son sujet : un monument qui aspire à l’universalité, qui renonce aux représentations formelles et officielles — sans prétendre à une idéalisation ni à une glorification.

Son monument est sans aucun doute l’une des œuvres majeures du sculpteur, son point culminant et un tournant dans la vie et l’œuvre de Gustav Seitz. Étudiant, il avait rencontré Käthe Kollwitz dans sa qualité de professeur – elle a revêtu, pour sa conception de l’art et la question de l’image humaine à son époque, une grande importance à la fois comme personne et comme représentante de l’art moderne.

Cette exposition montée en collaboration avec la fondation Gustav Seitz de Hambourg retrace le passionnant développement de cette création sculpturale : des premières esquisses, aux dessins techniques et aux modèles en plâtres jusqu’aux différentes versions coulées en bronze. Des photos historiques de l’atelier de l’artiste donnent un aperçu supplémentaire de son travail.

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PORTRAITS ET AUTOPORTRAITS DE LA COLLECTION KOLLWITZ DE COLOGNE

Pour accompagner l’exposition exceptionnelle et à l’occasion du 150e anniversaire de l’artiste le 8 juillet, la collection permanente du musée met à nouveau en avant les portraits et autoportraits dans son accrochage – depuis les premiers autoportraits à la plume et à l’encre de Chine jusqu’à la dernière lithographie qui servit de modèle pour le monument.

Les plus de 60 œuvres de la collection Kollwitz de Cologne représentent le témoignage impressionnant d’une recherche personnelle permanente et intense. « Je veux être vraie, authentique et sans préjugé », fidèle à ce principe énoncé par elle-même, Kollwitz a développé son portrait et ses autoportraits cachés dans un style reconnaissable entre tous, à la fois autocritique et sans concession.

Plusieurs autres artistes – dont le sculpteur Ernst Barlach, le dessinateur de presse Emil Stumpp ou les peintres et graveurs Hedwig Weiß et Max Uhlig – ont, au travers de la physionomie expressive de Käthe Kollwitz, rendu hommage à cette grande humaniste dans leurs propres œuvres.

L’exposition présente également un point de vue photographique sur Kollwitz avec des prises de vue notamment de Philipp Kester, Hugo Erfurth, Robert Senneke, E.O. Hoppé, Lotte Jacobi et Tita Binz. Des publications et des archives historiques aussi bien que contemporaines fournissent des informations sur la façon dont fut reçue l’œuvre de Kollwitz, des extraits de lettres et de journaux intimes viennent compléter l’exposition.

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